Donnerstag, 29. September 2016

Sommer, Sonne, Kaktus

Die folgenden Schlagworte dienen nicht der Unterhaltung, sondern sind als Gedaechtnisstuetze des Autors gedacht. Fuer eventuelle Nebenwirkungen haftet nur des Lesers Neugier.

Samstag, 24.9.: Morgens Schwimmen, vorsichtig Sonne tanken, die bei 25 Grad und Windstille von einem blitzblauen Himmel lacht. Die Bordkueche liefert aus der Schiedeisernen: Burger mit Zwiebeln und dazu gibts Salat. Handwerker am Platz versuchen, Strom und Internet wieder allgemein zur Verfuegung zu stellen; der Strom ist bald da, aber das Netz nicht - wird wohl noch ein paar Tage dauern.

Sonntag, 25.9.: Klare Luft hiess kalte Nacht, tagsueber wieder wie gehabt: Luft 24, Wasser 23 Grad. Am Speiseplan: Brokkoli (I'm lovin' it). Geistige Nahrung: G.A.S von Matt Ruff. Hab ich schon vor 15 Jahren gelesen, muss nocheinmal sein. Zusaetzliche Unterhaltung: Es ist immer wieder spannend, Suedoesterreichern zuzuhoeren, wenn sie samt launiger Anekdoten ueber ihre juengste politische Vergangenheit ins Schwaermen geraten. Kein Internet: Schoen!

Montag, 26.9.: Ein typischer Montag beginnt bei 26 Grad mit einem zu warmen Kuehlschrank, aufgetautem Fisch und folglich dem Kochen einer koestlichen Fischsuppe, sogar die Nachbarin wird satt und fuer den naechsten Tag ist auch noch was da. Nach V+E Umstellen auf eine Parzelle mit Sonne, dann klappts auch mit dem Kuehlschrank wieder. Der Akku des E-Bikes scheint defekt zu sein: es ist ist nur Ladung und Entnahme in der ersten von drei Unterstuetzungsstufen moeglich. Egal. Unterhaltung nach Baden und Sonne: G.A.S.

Dienstag, 27.9.: Just another boring Badetag (28 Grad, windstill) mit Restlessen ;). Das Internet funktioniert wieder und dank WLan-Antenne auch auf meiner Parzelle. Die Pumpe der Druckwasseranlage laeuft nach Austausch einer Sicherung (erstmal Lage und dann Ersatz finden ;) ) tadellos. G.A.S. haelt bis 0200 wach, dann ist das Buch zu Ende.

Mittwoch, 28.9.: Es ist angenehm warm bei 24 Grad und Windstille, aber irgendwo weit entfernt muss es gestuermt haben: Starke Duenung aus Sued verleidet das Schwimmen. Die Schmiedeeiserne zaubert Burger, Bratkartoffeln und Spiegelei. Dazu Krautsalat: Die Siesta ist wohlverdient.

Donnerstag, 29.9.: Vormittags wird in Ploče beim Lidl gebunkert, V+E am Platz und dann entfaltet sich wieder ein Badetag wie im Bilderbuch: 26 Grad, windstill.

Route


CP Male Ciste: 43.167814° 17.207267°
km Stand: 162.464




Freitag, 23. September 2016

Male Čiste

Der Verdauungsschlaf war erholsam. Die Jadranska Magistrala hat mich wieder: seit 40 Jahren faszinierend, teilweise entschaerft, aber fuer mich ist sie landschaftlich noch immer auf weite Strecken jeder Autobahn vorzuziehen. Kurz nach Trogir erst ein Massencrash mit 5 Fahrzeugen, danach Baustellenchaos und Schrittempo bis Split. Es ist vor Mittag, ich bin nicht auf der Flucht.

Die Makarska Riviera soll es sein. Sie empfaengt mich mit Farben zum Niederknien. Nicht zum ersten mal wird beim Konzum in Makarska gebunkert. Dinge, die zu Hause vergessen wurden oder ausgedient haben, gibts auch hier zu kaufen, bloss keine brauchbaren Campingstuehle. Macht nix.

Ein Motorradfahrer schiesst mich beinahe auf der Konzum-Ausfahrt ab, setzt dann unbeirrt und nach einem erfolglosen Versuch meinen Aussenspiegel zertruemmern seine Kamikazefahrt fort. Fuer Bikerkollegen mach ich mich immer schmal, aber wie bitte beim Linkseinbiegen in eine ampelgeregelte Kreuzung?!

Der Monty am CP Male Ciste scheint mich wiederzuerkennen. Die, die immer da sind, sind auch jetzt da und dazu ein paar neue nette Leute. Es ist fast wie Nachhausekommen. Nur ohne funktionierendes Internet, aber wer braucht das bei bestem Spaetsommerwetter?

Route Teil 1
Route Teil 2

CP Male Ciste: 43.167814° 17.207267°
km Stand: 162.404




Donnerstag, 22. September 2016

eine Ueberlandpartie

... auf 6 schwarzen Reifen.

Nach einer Nacht mit Temperaturen um die 5 Grad (immerhin Plus) suche ich in Ljutomer einen Supermarkt auf, um etwas trinkbares und alkoholfreies zu bunkern. Bei strahlendem Wetter gondelt es sich dann ein paar Stunden sehr gut auf Landstrassen (die gesamte Strecke ist von Google Streetview erfasst) durch die verschiedensten Landschaften ganz entspannt bis nach Knin in Kroatien. Dort wird getankt.

Der "Schweindlwirt" in der Naehe von Tisno stillt den Hunger und sein ruhiger Stellplatz wird gerne angenommen.

Route

SP Rest. Marin: 43.808102° 15.702417°
km Stand: 162.210

Mittwoch, 21. September 2016

Forellensolo


Der Herbst mit einstelligen Temperaturen in der Nacht ueberredet mich am Nachmittag, nach Sueden aufzubrechen. Da mein Magen auch mitzureden hat und selbiger leer ist, fahren wir knapp 100km nach Suedosten zu einem Stellplatz in Slowenien.

Das Gasthaus an den Fischteichen serviert mir Forelle und einen koestlichen Salat. Slowenisches Bier macht den Sonnenuntergang noch viel romantischer, aber die Nacht verspricht kalt zu werden: Petra samt Holly haben mich alleine auf Tour geschickt. Petra muss arbeiten, Holly das Haus und Petra bewachen.

Route (aehnlich ;) )

SP Gostilna Trnek: 46.555374° 16.218975°
km Stand: 161.742



Sonntag, 28. August 2016

Busfreakstreffen 2016

Donnerstags gings schon am Nachmittag los ueber den Radlpass und Lavamuend bis zu Minimundus, dort wars dann doch ungemuetlich: weiter nach Wernberg, und gerade noch den letzten freien Stellplatz erwischt.

Freitagmorgen ein Besuch beim Falle in Villach, neuer Pushlock fuer die Bestecklade und Ersatz fuer den rostigen Waeschetrockner eingekauft, und weiter nach Greifenburg zum österreichischen Busfreakstreffen 2016.

Traumhaftes Wetter alle 3 Tage, der Badesee wurde von Mensch und Tier genutzt, jeder hat jedes Auto begutachtet und repariert und abends wurde natuerlich gegrillt und gebraten. Leider war das Wochenende viel zu schnell vorueber.

Danke allen, Ihr habt das Treffen zu einem Erlebnis und einer Bereicherung fuer uns gemacht. Ausserdem ist endlich der Stecker am CB-Antennenkabel dran (Danke Bernhard) und die Markise wird hoffentlich auch nie wieder waehrend der Fahrt das Beinchen schwingen (tnx Roman!).

Weitere Bilder gibts bei Lotte und Peter: KLICK

Heim zuckeln wir dann via Keutschachersee, tanken in Klagenfurt und bezwingen die Pack auf der Bundesstrasse.

Route Teil 1
Route Teil 2
Route Teil 3
Route Teil 4

SP Wernberg: 46.624269° 13.930068°
CP Fliegercamp:  46.746541° 13.193747°
km Stand: 162.605






















Dienstag, 16. August 2016

Boxenstopp

Der Bus ist auf  letzten Tour  nach Cap Touriñan und zurueck 7651 km gelaufen, Durchnittsverbrauch Diesel 13,1 Liter/100km zum Mittelpreis von 1,02 Euro/Liter. Die Reifen haben den Luftdruck aufs Zehntelbar genau gehalten, der Oelverbrauch ist nicht messbar.

Nach der Reise ist vor der Reise und es sind einige Sachen zu erledigen gewesen.

Das Objektiv von Petras EOS wurde fachgerecht instandgesetzt und ist besser als neu. Mein in Mirandela geschrottetes 24-70er L 2.8 ging zu CPS, wurde auch repariert. Die 1Ds MK3 hat keinen Schaden. Die Portugiesische EOS 1200er bekam ein neues Glas als Immerdrauf: EFS 15-85 IS USM.

Die Satschuessel ist abmontiert, das Loch zu, das Steuergeraet ausgebaut. Mal schauen, was der Hersteller sagt - ob eine Reparatur sinnvoll ist.

Der Bus ist innen wieder sauber, der Rost im Schuerzenbereich reklamiert, fuers erste muss es Schwarzfarbenkosmetik tun. Eine gute gebrauchte Schiebetuer lief mir zu (Danke Peter!), aber die kann warten. Die Raeder bekamen Chrom spendiert - ist wie Schuhe kaufen :). Fuer gute Kommunikation sorgen ab jetzt im Stand ein TravelConnector-Set samt Router und im Convoy eine Albrecht 6110 mit neuer Antenne (Danke Mario!).


(c) Andreas Tatschl
(c) Andreas Tatschl










Sonntag, 17. Juli 2016

Lieblings Stellplatz

Heute wollen die 90 Pferde in den heimatlichen Stall und auch ich ertappe mich mit einem breiten Grinsen im Gesicht ob der Vorfreude. Vorbei an Bespassungsanlagen stehen wir des oefteren im Stau, stehen dann hinter den hektischen Ueberholern von vor einer Stunde und machen eine kurze Rast in Golling.

Oesterreich hat uns wieder.

Einmal muss in Liezen noch Diesel nachgefuellt werden, aber noch vor Sonnenuntergang parken wir auf einem meiner Lieblingsstellplaetze ein: zu Hause!

Petra freut sich, Holly fremdelt und ich muss erstmal geistig ankommen.

Route Teil 1
Route Teil 2

Homebase
km Stand: 160.625




Samstag, 16. Juli 2016

Memmen

Die 90 Pferde scharren noch immer. Der Schrebergarten versorgt uns noch mit guten Kraeutern, dann hat uns der Alltag deutscher Wochenendreisender fest im Griff. Zum Glueck staut es sich meistens nur auf der Gegenfahrbahn oder hinter uns.

Im Aitrach gibt es ein WoMo-freundliches Gasthaus, wir treffen dort um 13 Uhr ein, ab 17 Uhr ist erst geoeffnet. Die Speisekarte macht auch nicht gerade Mut, zu warten. Grund genug, nach dem Tanken den Stellplatz vom Memmingen anzufahren, den wir auch schon bei der Hinreise genutzt haben.

Der Platz ist gut gefuellt, drei Wiener Wohnmobile stehen auch schon dort. Die Besatzungen haben Tische und Sessel heraussen, einen qualmenden Grill und jede Menge Alkohol. So weit, so (eigentlich nicht) gut. Die Intelligenzbefreiten scheinen aber groebere Probleme mit der deutschen Sprache, dem Genuss von Alkohol und der Frauenwelt zu haben. Als sie anfangen sich nicht nur gegenseitig sondern auch ihre eigenen Frauen und Kinder zu verdreschen, wird es selbst den geduldigsten Stellplatzbewohnern zu bunt.

Ich habe keine Ahnung, ob die Lokalpresse ueber den Polizeieinsatz berichtet hat, jedenfalls waren die 5€ Parkgebuehr jeden Cent wert :).

Route Teil 1
Route Teil 2


P Aitrach, GH Hirsch:
SP Memmingen ($): 44.717190° -1.069860°
km Stand: 160.070