Freitag, 27. Mai 2016

Siesta...

...oder so. Heute ist Rasten vom Reisen angesagt. Plaudern mit den Nachbarn - die ersten Österreicher, die wir  auf dieser Reise treffen sind schon seit 30 Jahren in F unterwegs. Danke fuer die Tipps :). Nach der schwuelen Tageshitze gehts eine grosse Runde Stadtbesichtigen. Nebenbei erstehen wir eine Sim mit 2GB um 15€ bei Orange und fallen dann rechtschaffen muede und frueh in die Heia. Mit Gewitter.

edit 7.9.2016: Klaus Baum hat mich auf einen Text vom Walser hingewiesen. Genau so ging es mir beim Palastvorbeimanoever:

„Reicher Leute prachstrotzende Häuser zu betreten, verursacht von vornherein ein gelindes Unbehagen, eine Art mildes Entsetzen. Ich vermochte einen gewissen Greuel nicht zu unterdrücken und nicht gänzlich Herr über einen mir aus der Brust emporsteigenden stillen Zorn zu werden, als ich an Fluris elegante Tür klopfte. Das Treppenhaus war von ausgesuchter Pracht. In den Vorzimmern (…) liefen geschäftige Bediente (…) hin und her. (…) Ein Beben, ein Verzagen, ein Zittern und zugleich eine seltsame, unweigerliche sittliche Entrüstung erfaßt (m)ich im tiefsten Herzen, wenn (…) (ich) sehe, mit was für einem sinnverwirrenden Pomp sich die Mächtigen umgeben, um von Beginn an alles Gerechtigkeitsgefühl zu dämpfen und allen natürlichen Menschenstolz niederzuschlagen. Beängstigend sind die Gebärden sowohl als die Dekorationen der Reichen. (…) Die Großen sind ja nicht durch sich selbst groß, sondern durch die andern, durch all(…) die, denen es ein Entzücken bereitet, sie als groß zu erklären. Durch vieler Leute Würdelosigkeit entsteht diese eine überragende Ehre und Würde. Durch vieler Leute Kleinheit und Feigheit entsteht diese auf einem Punkt aufgehäufte Summe von Größe und durch vieler Leute Verzicht auf Macht diese gewaltige Macht. Ohne Gehorsam ist der Befehlshaber und ohne Diener ist der Herr nicht möglich. Wenn man (den verwöhnten und bedeutenden Leuten) nicht schmeichelt bis zur Geschmacklosigkeit, ist man ihr Feind.“ robert walser

CP Bagatelle:  43.952293° 4.799226°
km Stand: 154.629






























Donnerstag, 26. Mai 2016

auf zu Bruecken und Palaesten!

Petra marschiert mit der kleinen Ixus und Holly durchs Dorf, gegen Mittag brechen wir auf nach Avignon. Der Campingplatz Bagatelle  liegt fuer uns guenstig, um die Stadt erkunden zu koennen.
15€ all incl. pro Nacht, 4€ Internet fuer 4 Tage. Waschhaeuser desolat, aber sauber. Schatten riesiger Platanen. Hier wollen wir ein paar Tage bleiben -  das Wetter haelt 30 Grad bereit. Baguette am CP ist heute gut, aber aus - ich hab so meine Phasen, da halte ich erst beim naechsten Baecker - und da war dann keiner mehr.

Route

CP Bagatelle:  43.952293° 4.799226°
km Stand: 154.629




Mittwoch, 25. Mai 2016

Glueckstreffer

Um 8 Uhr muss Holly einen Jack Russel zurechtweisen, da ist man doch gleich schneller wach. Trotzdem dauerts gemuetlich bis 10:30, bis wir fahrbereit sind. Gleich um die naechste Ecke wird getankt, es gibt zwar Diesel, aber nur um max. 20€; auch gut.

Dann gehts mit vielen Stopps durch die und ueber der Ardèche-Schlucht dahin bis Saint-Martin-d'Ardèche. Am noerdlichen Ende vom Ort gibts sowas wie einen Strand, wir parken ein, haben kaum Zeit zum abkuehlen, ist auch schon ein Uniformierter da, der meint, dass hier Camping nicht erlaubt sei ("Wollen wir ja eh nicht"). Im Ort gaebe es einen Stellplatz um 7€ ohne V+E fuer Wohnmobile - wir lehnen die Hinterhofwiese ohne Aussicht, geschweige denn Wasserzugang dankend ab.

An der Ortsausfahrt kommt er nach und hat anscheinend verstanden, was wir suchen.Der Tipp vom SP ueber Aiguèze erweist sich als wahres Goldstueck. Das Nachmittagslicht eigenet sich hervorragend fuer eine Runde durchs Dorf. Mittelalter, aber wesentlich lebendiger als Perouges.

Thymian trocknet in Bus. Das ist gut so. Weniger gut: Petras Canon Powershot hat sich das Zoom verrenkt. Zum Glueck hat sie noch 2 Ersatzkameras mit.

Route

Stellplatz Aiguèze:  44.305204° 4.552533°
km Stand: 154.564